Landesgruppe

Hessen

Rassen

Im Folgenden möchten wir Ihnen die Rassen des Clubs für britische Hütehunde etwas näher bringen und wichtige Charaktereigenschaften der Tiere auflisten.


 

 

Bearded Collie

Schon im 15. Jahrhundert haben Bearded Collies in Schottland Schafe gehütet. Sie sollten aber nicht nur das Vieh treiben, sondern es auch gegen Raubtiere und Viehdiebe verteidigen.Seinen Namen Bearded ( bärtiger) Collie oder "Beardie“ ( sprich: Bierdie), hat er von seinem Bart, der über die Lefzen und vom Kinn wächst. Der ganze Körper ist mit dichter, weicher, pelziger Unterwolle und langen, rauen und kräftigen Deckhaaren bis rund um die Läufe bewachsen. Der Beardie ist ein temperamentvoller Hund, der mit seinem schlanken Körper trotz seines dichten Haarkleides nicht plump wirkt. Er ist kinderfreundlich und gutmütig. Der aufmerksame unternehmungslustige Ausdruck ist ein kennzeichnendes Merkmal der Rasse. Als ursprünglicher Arbeitshund braucht der Beardie keine besondere Pflege. Er muss nur regelmäßig gebürstet werden. Er eignet sich nicht für die Zwingerhaltung, da er den Kontakt zu seiner Familie braucht.

Wer eine originelle, liebenswürdige Persönlichkeit, ein zärtliches, frohes Temperament, dazu Wachsamkeit ohne übertriebene Schärfe sucht, kommt mit einem Beardie voll auf seine Kosten.


 

Bobtail

Der Bobtail ist ein ruhiger und ausgeglichener Hund, der den engen Kontakt zum Menschen sucht und eine intensive Beziehung zu seinen Leuten aufbaut. Er hat einen natürlichen Schutzinstinkt und ist sehr liebevoll im Umgang mit Kindern. Er ist frei von Aggressionen und hat eine sehr hohe Reizschwelle. Dennoch kann er auch temperamentvoll und überschäumend sein, wenn er nicht genügend Bewegung bekommt. Der Bobtail ist sehr selbstbewusst, von einer liebenswerten Sturheit und benötigt daher eine konsequente Erziehung. Er ist aber auch sehr intelligent und gelehrig. 
Das üppige Haarkleid des Bobtails verlangt eine zeitraubende Pflege. Der Bobtail sollte möglichst einmal wöchentlich, längstens jedoch einmal 14-tägig gebürstet werden, was je nach Wetter ca. 3-5 Stunden in Anspruch nehmen kann. Man beginnt dabei in der Mitte des Rückens und bürstet dort eine Art Scheitel bis auf die Haut. Hiervon ausgehend bürstet man das gesamte Fell in dünnen Lagen Schicht für Schicht. Zusammengefilzte Haare sollten mit den Fingern vorsichtig auseinandergezogen und dann wieder durchgebürstet werden, solange bis sie filzfrei sind. Ebenso werden auch Kopf und Pfoten behandelt.

 

Border Collie

Das jüngste Mitglied in der Familie der  Britischen Hütehunde ist der Border Collie. Der Border Collie ist ein faszinierender Hund. Äußerlich von mittlerer Größe (Rüden 53 cm, Hündinnen darunter, das Fell lang- oder  kurzhaarig, meist schwarz mit weißen Abzeichen aber auch tricolour, braun-weiß oder blue-merle, ist er sehr pflegeleicht, robust und gesund. Er zeigt Charme  und Anmut, ist aufmerksam, klug und sportlich. Er bewegt sich elegant, frei und  mühelos. Sein Wesen ist liebenswürdig und liebenswert. Er hat einen guten  anhänglichen Charakter, ein anständiges Betragen und ist sehr anpassungsfähig.

Es sei gesagt: Der Border Collie ist ein anspruchsvoller Hund, der von seinem menschlichen Partner praktische wie geistige Aufgaben erwartet und eine konsequente Führung (sprich: Erziehung) beansprucht, denn in unverständigen  Händen kann er hysterisches Fehlverhalten entwickeln und zum Tyrann seiner  Umgebung werden. Wer immer sich für einen Border Collie entscheidet, sollte wohl  überlegen, ob er den Ansprüchen dieses Hundes gerecht werden kann. 

  

 

Langhaarcollie

Der Collie ist ein Haus- und Familienhund wie man ihn sich wünscht. Er darf sich zu den treuesten und intelligentesten Hunden zählen. Er verkörpert Schönheit und Eleganz. Durch seine Kinderfreundlichkeit und Treue zur Familie zeichnet er sich stets als Kamerad und Bewacher aus. Allerdings stellt er dafür den Anspruch, ein integriertes Familienmitglied zu sein. Dieses und seine faire Behandlung ist, außer genügend Bewegung, die größte Forderung, die er an seine Besitzer stellt. Eine isolierte Zwingerhaltung würde er sehr verübeln.  

Entgegen vieler Erwartungen ist der Collie kein pflegeintensiver Hund. Es reicht, wenn man ihn alle 14 Tage kräftig durchbürstet und darauf achtet, daß er nicht verfilzt, wozu er, manchmal hinter den Ohren und an den Läufen, neigt. Die Freude am Bürsten unter anschließend duftiger Haarpracht verleiten die Besitzer eher dazu, den Hund zu oft zu bürsten. Deshalb sieht man viele ausgekämmte Collies mit glänzendem Schlichthaar. Doch ein wesentlicher Bestandteil zum Schutze vor Kälte und Feuchtigkeit ist die dichte, pelzige Unterwolle, die nicht ausgekämmt werden sollte.


 

Kurzhaarcollie

Der Kurzhaarcollie (englisch Smooth- Collie) ist die pflegeleichte, robuste Variante des Langhaarcollies. Es gibt ihn ebenfalls in zobelweiß, tricolour und blue-merle. Auch die Größe entspricht dem Langhaarcollie.
In England wurden Kurzhaarcollies von Farmern für die Arbeit an der Herde gezüchtet, fanden sich aber bald auch auf Hundeausstellungen. Bereits 1870 gab es in eine eigene Bewertungsklasse für Kurzhaarcollies. Inzwischen gibt es einige wenige Liebhaber, die den seltenen Kurzhaarcollie züchten. Der Kurzhaarcollie ist ein ausgezeichneter Familienhund, kinderlieb, leicht zu erziehen, nahezu ohne Jagdtrieb, daher auch gut in ländlicher Gegend zu halten, sehr verträglich anderen Hunderassen gegenüber. Er eignet sich sehr gut für den Hundesport (Breitensport, Agility, Begleithund oder Färtenhund). Es gibt auch Kurzhaarcollies, die als Behindertenhund oder Rettungshund arbeiten. Kurzhaarcollies haben für ihre Größe eine hohe Lebenserwartung, 14 - 15 Jahre sind keine Seltenheit.

 

 

Sheltie

Ursprünglich kommt der Sheltie von den vor Schottland liegenden Shetland - Inseln. Hier wo auch die Shetland-Ponys und die kleinwüchsigen Shetland Schafe zu Hause sind, hatte er die Aufgabe, die Schafherden zusammen- bzw. von Hof und Garten fernzuhalten. Erst seit 1840 kennt man den kleinen Hund der Shetland Inseln näher.   

Shelties sind immer häufiger auf Agility-Wettbewerben zu sehen. Laufen, balancieren und springen, das ist sein Metier. 


Die Pflege eines Shelties kann trotz seiner langen Behaarung als leicht angesehen werden. Sie erstreckt sich auf ein wöchentliches Bürsten und Kämmen. Lediglich die feinen Haare hinter den Ohren und an den Vorderläufen sollten öfters gekämmt werden, um ein Verfilzen zu verhindern. Eine konsequente Erziehung im Welpenalter ist notwendig.

 

 

Welsh Corgi Cardigan

Der Cardinganshire Welsh Corgi - kurz Cardigan Corgi genannt - ist unter den acht von unserem Club betreuten britischen Hütehunderassen sicherlich eine der ältesten und vielleicht auch die vielseitigste Rasse. Schon in keltischer Zeit soll er in den Bergen von Wales als Viehhund gelebt und gearbeitet haben. Er stammt aus der westlichen Grafschaft Cardiganshire, von der er seinen Namen hat. Im 10. Jahrhundert soll er in den Gesetzen des berühmten Herzogs ' Howell the Good " erwähnt worden sein.  


Unsere Zucht wurde von Anfang an bis heute sehr stark durch holländische Hunde beeinflußt. Im Vergleich zu den anderen britischen Hütehunderassen ist der Cardigan Corgi wenig verbreitet. Trotz seiner vielen guten Eigenschaften und seiner handlichen Größe hat er immer noch eine vergleichbar kleine Zahl von Anhängern. Das liegt vielleicht daran, dass er nicht dem berühmten "Kindchenschema" entspricht und auch nicht zu den beliebten "Wuschelhunden" gehört. So ist das Züchten von Corgis bis heute nicht einfach gewesen. Die Welpen ließen sich nicht immer leicht platzieren, und bei den oft großen Würfen mußte man damit rechnen, einzelne Welpen monatelang behalten zu müssen. So hat ein Teil der Züchter bald wieder aufgegeben und nur einige haben unbeirrt weiter gezüchtet. Sie haben sich ihrer Rasse ganz und gar verschrieben und nehmen alle Schwierigkeiten in Kauf. Sie sind glücklich darüber, daß der Corgi kein Modehund ist und hoffentlich auch nie werden wird, daß aber diejenigen, die sich für den Kauf eines Cardigan Corgis entschieden haben, begeistert von diesem intelligenten, vielseitigen und fröhlichen Kameraden sind.



Welsh Corgi Pembroke

Die Heimat der Welsh Corgis ist das Keltenland Wales, wie schon der Name sagt. Der Corgi gehört einer uralten Rasse an, aber niemand kann mit Gewissheit sagen, wie sie einmal entstanden ist. Wahrscheinlich ist der Torfspitz unter seinen Ahnen. Die äußere Gestalt des Corgis hat sich praktisch bis heute nicht verändert. Denn schon bei den frühen Kelten wurden Corgis als kleine Gebrauchshunde gehalten, zum Viehtreiben und als Rattenfänger, so wie allerlei Betätigungen in Haus und Hof.
Sehr auffallend für einen Gebrauchshund ist beim Corgi seine kleine Gestalt. Trotz seiner kurzen Läufe ist er jedoch äußerst beweglich und ausdauernd. Das zeigt schon sein verhältnismäßig massiger Körper mit viel Herzraum und guter Bemuskelung an kräftigem Knochenbau.

Der Pembrokeshire Welsh Corgi ist "salonfähig" und vielleicht auch zu einem "Status Symbol" in England geworden. Der Corgi ist durch seine angenehme Größe und seinem pflegeleichten Fell recht einfach zu halten. Er hat im allgemeinen einen robusten Verdauungsapparat und verträgt Kälte besser als Hitze. Seine Anpassungsfähigkeit erlaubt es, daß man Corgis praktisch ohne Schwierigkeiten überall halten und mitnehmen kann. Allerdings muss er in der Jugend konsequent erzogen werden.